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  • Fotografie



    Transformation

  • Berlin, wie haste Dir verändert

    Die Fotografien auf die­ser Sei­te zei­gen neben der Trans­for­mat­ion, dem "ge­sell­schaft­li­chen Wandel", der im Stadt­bild sicht­ba­r wird, auch Ar­chi­tek­tur & Ge­schich­te, ste­hen für Ver­gangen­heit & Er­in­ne­rung im Sin­ne ei­ner Zeit­zeu­gen­schaft.

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    Im Rennen um die größten Mu­sen­tem­pel mischt jetzt auch Ber­lin mit. Das Mu­se­um „ber­lin mo­dern“ am Ber­li­ner Kul­tur­fo­rum hat das Zeug zum Blockbuster.


    Ein Wald an Baukränen, her­un­ter­ge­kom­me­ne Fas­sa­den und rie­si­ge Lü­cken im Stra­ßen­bild. In den Jah­ren nach der Wen­de ver­dien­te sich Ber­lin den Bei­na­men Haupt­stadt der Bau­stel­len. An­fang De­zem­ber 2019 er­folg­te der Spa­ten­stich für ein neu­es Groß­bau­pro­jekt – das Mu­se­um des 20. Jahr­hun­derts der Na­tio­nal­ga­le­rie am Ber­li­ner Kul­tur­fo­rum. Der ge­plan­te Bau­kör­per ist in sei­ner Form sehr ar­cha­isch, wes­halb man das Mu­se­um der Mo­der­ne schon in sei­ner Wett­be­werbs­pha­se 2016 „Kulturscheune“ titulierte.

    (Quelle: ubm magazin)

    Die Eröffnung des neuen Haupt­stadt­mu­se­ums „ber­lin mo­dern“ wird sich wei­ter nach hin­ten ver­schie­ben. Im Lau­fe der Ar­bei­ten am Roh­bau sind „aus­ge­präg­te Feuch­tig­keits­schä­den“ auf neu­en Be­to­no­ber­flä­chen auf­ge­tre­ten. Haupt­grund da­für sei die ho­he Luft­feuch­tig­keit im ver­gan­ge­nen Jahr. Man ha­be ein Sa­nie­rungs­kon­zept  in Auf­trag ge­ge­ben, sagt Kul­tur­staats­mi­nis­ter Wolfram Weimer.

    Das Mu­se­um wird un­ter an­de­rem die Samm­lung des 20. Jahr­hun­derts der Ber­li­ner Na­tio­nal­ga­le­rie be­her­ber­gen. Bis­lang konn­te die Neue Na­tio­nal­ga­le­rie im­mer nur ei­nen Bruch­teil ih­rer Wer­ke prä­sen­tie­ren. Vie­le Ge­mäl­de und In­stal­la­tio­nen, et­wa von Ot­to Dix oder An­dy War­hol, lie­gen seit Jah­ren im De­pot. Auch Wer­ke der Kunst nach 1945, et­wa von Re­bec­ca Horn und An­selm Kie­fer, sind dort ab­ge­stellt. „ber­lin mo­dern“ fun­giert al­so als Er­wei­te­rungs­bau für die Neue Na­tio­nal­ga­le­rie. Er gilt als teu­ers­ter Mu­se­ums­neu­bau der Bun­des­re­pu­blik Deutschland.

    Die Gesamtkosten für den Bau wer­den der­zeit mit 507 Mil­lio­nen Eu­ro pro­gnos­ti­ziert, wo­bei sich ei­ne sin­ken­de Ten­denz ab­zeich­net, wie die Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz mit­teil­te. In ei­nem Be­richt an den Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­ta­ges wur­de zu­letzt noch von rund 526,5 Mil­lio­nen Eu­ro aus­ge­gan­gen. An­fangs war mit et­wa 200 Mil­lio­nen Eu­ro kal­ku­liert wor­den, zwi­schen­zeit­lich mit et­wa 450 Mil­lio­nen Eu­ro.

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    Der Palast der Republik (PdR) in Ber­lin-Mit­te war ein Sym­bol der DDR-Ar­chi­tek­tur und der DDR-Moderne.


    Der PdR war ein multi­funk­tion­ales Ge­bäu­de, das die Volks­kam­mer, das Par­la­ment der DDR, be­her­berg­te, aber auch ein po­pu­lä­res Zentrum für Kunst, Kul­tur und Un­ter­hal­tung bot. Der Pa­last wur­de nach der Her­stel­lung der deutschen Ein­heit ab­geris­sen, da er als be­lastet galt.

    Er wur­de zwi­schen 1973 und 1976 nach Plä­nen von Heinz Graffunder und an­de­ren auf ei­nem Teil des Ge­län­des des ehe­ma­li­gen Ber­li­ner Schlos­ses er­rich­tet, des­sen wie­der­auf­bau­fä­hi­ge Ru­ine die SED 1950 un­ter in­ter­na­ti­ona­len Pro­testen sprengen ließ.

    Der Ab­riss des PdR, ein­her­ge­hend mit einer im­men­sen Ver­schwen­dung von Grauer Ener­gie, ist und bleibt ei­nes der gro­ßen Trau­ma­ta der Ber­li­ner und der deutschen Ar­chi­tek­tur-, Denk­mal- und Ge­schichts­poli­tik. Bei der Ent­schei­dung für den Ab­riss han­delte sich letzt­end­lich um ein po­li­ti­sches Pro­jekt, re­sul­tie­rend aus ei­nem ge­stör­ten Ver­hält­niss der neuen Bun­des­re­pu­blik zum Erbe der DDR.

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    Der fast vergessene Freizeitpark in Berlin-Treptow wurde 1969 un­ter dem Na­men „Kul­tur­park Plän­ter­wal­d“ er­öff­net und war mit jähr­lich et­wa 1,7 Mil­lio­nen Be­su­chern der ein­zi­ge Frei­zeit­park der DDR.


    Der Park wur­de zur Sze­ne­rie des DE­FA-Film­klas­si­kers „Spuk un­term Rie­sen­ra­d“. Er ist fest ver­an­kert in den Kind­heits- und Ju­gend­er­in­ne­run­gen meh­re­rer Ge­ne­ra­tio­nen. Nach dem Mau­er­fall dreh­ten sich die Ka­rus­sells am Spree­ufer wei­ter. Un­ter dem Na­men Spree­park und mit ei­nem pri­va­ten Be­trei­ber lock­te er noch bis 2001 mit Ach­ter­bahn, Rie­sen­rad und Kul­tur­pro­gramm ins grü­ne Ver­gnü­gen.

    Nach der Schlie­ßung 2002 wur­de der eins­ti­ge Ver­gnü­gungs­park zu ei­nem der be­kann­tes­ten Lost Pla­ces Ber­lins und er­leb­te ei­ne po­pu­lär­kul­tu­rel­le My­thi­sie­rung. 2014 hat­te das Land Ber­lin das Ge­län­de zu­rück­ge­kauft, um es wie­der ei­ner Nut­zung zu­zu­füh­ren. Seit Ap­ril 2025 lau­fen um­fang­rei­che Sa­nie­rungs­ar­bei­ten. Die­se Ar­bei­ten sol­len 2027 ab­ge­schlos­sen sein. Das Wahr­zei­chen des Spree­parks im Ber­li­ner Plän­ter­wald ist be­reits nach ei­ner Ge­ne­ral­über­ho­lung zu­rück: Das 45 Me­ter ho­he Rie­sen­rad steht wie­der an sei­nem Platz in der Mit­te des Parks.

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    Für das zentrale Gebäude des Flug­hafens Tempelhof schuf 1940 der Bild­hauer Wilhelm Lemke, nach einem Entwurf des Flug­hafen-Architekten Ernst Sagebiel, einen aufrecht auf der Mitte des Daches stehenden Adler mit aus­ge­brei­teten Flügeln.


    Der Reichsadler war eine im Sinne der Archi­tektur des National­sozia­lismus monumenta­lisierend gestaltete heraldische Figur. Seine Kral­len um­grif­fen ei­ne Welt­ku­gel mit Haken­kreuz. Als Sym­bol für das Reich schmück­te der Greif­vo­gel den bis da­hin grö­ß­ten Neu­bau des na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ber­lin. 1962 wur­de der Kopf von den Ame­ri­ka­nern ver­packt und zum Mu­se­um der US-Militär­akademie West Point, New York, ge­schickt. Dort wer­den zahl­reiche Sieges­trophäen aus „Nazi Germany“ auf­be­wahrt.

    Ende 1984 kehrte der Adler­kopf zurück, am 6. August 1985 wurde er wie­der ent­hüllt – fei­er­lich und mit al­len mi­li­tä­ri­schen Ehren.
    (Quelle: Tagesspiegel 13.10.2008)

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    Die Geschichte des Rundfunks der DDR begann ur­sprüng­lich in der West-Berliner Masuren­allee. 1952 kam es zum Eklat, als britische Militär- und West-Berliner Polizei den Gebäude­komplex absperrten.


    Die damals Ver­ant­wortlichen hiel­ten aber längst Aus­schau nach einem ge­eig­neten Ob­jekt für ein neues Funk­haus im Ost­teil Berlins. Fündig wurden sie letzt­end­lich im Orts­teil Ober­schöne­weide in der Nalepa­straße. Denn dort befand sich eine leer­stehende Holz­ver­arbeitungs­fabrik, die um 1935 auf dem eins­tigen Ge­lände des Forst­hauses "Neue Scheune" er­rich­tet worden war. Diese Fabrik wurde inner­halb nur we­niger Mo­nate zu einem zen­tra­len Rund­funk­zen­trum um­funk­tioniert und peu à peu weiter aus­gebaut. Dabei hat­te sich der Archi­tekt Franz Ehrlich mit der damals von der SED verpönten Bauhaus-Tradition durch­ge­setzt. Das neue Funk­haus Nalepa­straße ging am 14. September 1952 in Betrieb.

    Alles Leben ist Drang zur Har­monie. Wir suchen keinen Bau­star und keine Bau­mode. Wir suchen keine geo­me­tri­schen Ge­bilde, lebens­fremd und funktions­feind­lich. Wir sind keine Dik­ta­toren unserer Ge­stal­tung. Wir ver­achten jeg­liche Form die sich zur For­mel pro­sti­tu­iert. Wir suchen und streben zur Zu­sam­men­fas­sung aller lebens­bil­denden Kräfte zur har­mo­nischen Aus­ge­stal­tung unserer Ge­sell­schaft. (Franz Ehrlich, 1947)

    Das ehe­malige DDR-Rund­funk­zentrum war ein auf seine Art einzig­artiger Pro­duktions­komplex, in dem vierzig Jahre lang sehr aufwendig Musik, Hör­spiele und Features natürlich vor­rangig für den Hör­funk produ­ziert wurden. Mit dem endgültigen Auszug der Redaktionen und technischen Dienste zum 31. Dezember 1991 begann eine wechselvolle Geschichte um eine ungewöhnliche Immobilie. Eine doku­men­tarische Zeit­reise durch das Rund­funk­zentrum und heutige Funk­haus Berlin kannst Du auf der Website zeitreise-nalepafunkWebsite anzeigen unternehmen.

    Nach dem Ende des DDR-Rund­funks hat­ten Künst­ler aus aller Welt das Funk­haus Berlin in ihrem Sinne genutzt. Weiteres dazu findest Du unter Projekte im Ordner ArtFunkhaus .

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    Fotografien aus Berlin - aufgenommen seit 2004, analog und digital