Einige stillgelegte Industrie-Anlagen wurden und werden für kulturelle und andere Zwecke umgewidmet. Der Begriff "Industriekultur" steht für die Kulturgeschichte des industriellen Zeitalters.
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(Dortmund)
Die Kokerei begann ihren Betrieb im Jahr 1928 und zählte im Laufe ihrer Geschichte zeitweise zu den größten Kokereien des Ruhrgebiets. Sie kannte keinen Stillstand und deckte den Bedarf zahlreicher Hüttenwerke, die den Koks zur Erzeugung von Roheisen benötigten. Zugleich lieferte sie Kokereigas an Industrie und Haushalte. Nach 64 Jahren Betriebszeit erfolgte am 15. Dezember 1992 die Stilllegung. Seit 1995 gehört die Kokerei Hansa zur Industriedenkmalstiftung. (Quelle: Webseite der Industriedenkmalstiftung)
Kompressorenhalle: hier stehen fünf dampfbetriebene Kompressoren von der Firma DEMAG zur Verdichtung des Kokereigases, das später in das Gasnetz eingespeist wurde. Einige Originalteile stammen aus den 1920er Jahren und sind bis zur Schließung der Kokerei in Betrieb gewesen.
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Das Kabelwerk Oberspree (KWO) war zwischen den 1890er und den 1990er Jahren ein Großbetrieb im Berliner Ortsteil Oberschöneweide am rechten Spreeufer, der vornehmlich auf die Herstellung elektrischer Kabel und Leitungen spezialisiert war.
Emil Rathenau, der Gründer der AEG, hatte nach 1890 zur Erweiterung seiner Fabrikation ein Gelände in Oberspree erworben und mehrere Architekten mit Entwürfen und Ausführung geeigneter Produktions- und Verwaltungsgebäude beauftragt. Die Gebäude wurden hauptsächlich aus den charakteristischen gelben Klinkersteinen erbaut (sogenannter „Oberschöneweider Klinker“). Am 3. Oktober 1897 wurde das KWO in Betrieb genommen und beschäftigte bereits in kurzer Zeit 1800 Menschen.
Das KWO wurde 1952 Volkseigener Betrieb (VEB) und hieß nun VEB Kabelwerk Oberspree (KWO). Im Jahr 1967 erfolgte die Gründung des Kombinats VEB Kabelwerk Oberspree (KKWO). 1989 gehörten dem Kombinat 13 Betriebe mit rund 16.000 Beschäftigten an. Das Kombinat deckte bis auf wenige Ausnahmen das gesamte Kabelsortiment ab und hatte 1989 eine Warenproduktion von rund drei Milliarden DDR-Mark.
Bereits im ersten Halbjahr 1990 zerfiel das Kombinat. Nach der Herstellung der deutschen Einheit im Oktober 1990 übernahm die Treuhandanstalt das Werk KWO Berlin, die Kabelproduktion am Standort Oberschöneweide wurde schrittweise verringert. 1993 erwarb die BICC Cables Ltd. die KWO Kabel GmbH und ließ in Oberschöneweide weiter Kabel und Drähte produzieren. In den späten 1990er Jahren trennte sich die BICC von der Kabel-Großproduktion. Die Fertigung am Standort Oberschöneweide wurde beendet, die Anlagen wurden verkauft.
Die auf dem Gelände Wilhelminenhofstraße bis zum Spreeufer noch erhaltenen Verwaltungs- und Produktionsgebäude des früheren KWO stehen unter Denkmalschutz. Einige wurden ab den späten 1990er Jahren restauriert und dienen in Teilen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin als neuer Campus.
(Quelle: WIKI)
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(Berlin)
Nach der Eröffnung der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn im Jahr 1841 und der Berlin-Dresdener Eisenbahn 1875 verliefen die Gleise beider Bahnstrecken nördlich des heutigen Prellerwegs auf einer gemeinsamen Trasse. 1889 wurde östlich davon der Rangierbahnhof Tempelhof angelegt, der bis in die 1930er Jahre mehrfach erweitert wurde. Nördlich der Bahnüberführung Prellerweg wurde außerdem 1931 das Bahnbetriebswerk Tempelhof Rangierbahnhof aufgebaut.
Am 18. Mai 1952 erfolgte die endgültige Schließung des Anhalter Bahnhofs, alle von dort ausgehenden Ferngleise wurden abgebaut; ebenso wurde dabei die Westhälfte des Rangierbahnhofs Tempelhof stillgelegt. Seit dieser Zeit wurden die nicht mehr genutzten Fernbahngleise und der Rangierbahnhof allmählich von der Natur zurückerobert. Die Osthälfte des Rangierbahnhofs wurde jedoch für einen eingeschränkten Rangierbetrieb weiter genutzt, während das Bahnbetriebswerk zum Sitz der Brückenmeisterei West der Deutschen Reichsbahn umfunktioniert wurde.
Jetzt gehört der Park neben dem Britzer Garten und den Gärten der Welt zu den drei "großen" Parks der landeseigenen Grün Berlin Park und Garten GmbH. Im Frühjahr 1999 erlangte er Natur- und Landschaftsschutz. (Quelle: WIKI)
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(Berlin)
Auf einer Landzunge zwischen der Spree und der Rummelsburger Bucht liegt Stralau. Nach Jahrhunderten als Fischerdorf entwickelte sich der kleine Ort im 19. Jahrhundert zu einem prosperierenden Industriestandort.
Wie auch für andere Betriebe der Stralauer Halbinsel hatte die Einheit Deutschlands für das dortige Glaswerk die Stilllegung, Verfall und Leerstand mit sich gebracht. Heute ist Stralau zu einem modernen Wohngebiet, einer "Wasserstadt", umgebaut worden, mit wenigen alten Bauten, die an die Vergangenheit mit Industrie und Gewerbe erinnern.
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Offiziell gebaut werden sollte die Fähre für die Faserstoff GmbH in Fürstenberg/Havel. Diese Firma war jedoch 1926 in Konkurs gegangen und wurde 1929 vom Heereswaffenamt erworben. Der Name Faserstoff GmbH wurde beibehalten, um die laut Versailler Vertrag verbotene Lagerung und Produktion von Waffen in den ehemaligen Hallen der Faserstoff GmbH zu verbergen (Montan-Schema). 1934 begann die Produktion von Geschosshülsen. Diese Geschosshülsen mussten dann in die Lufthauptmunitionsanstalt Strelitz bei Neustrelitz gebracht werden. Dazu wurde die Eisenbahnfähre benötigt, da gegen den Bau einer Brücke vom Wasserbauamt Einspruch erhoben wurde.
Im Zweiten Weltkrieg wurden mit der Eisenbahnfähre zeitweilig auch Häftlinge des KZ Ravensbrück zu den Munitionsfabriken transportiert. Ab 1945 benutzte die Rote Armee die Fähre zum Transport von Militärgütern und Brennstoffen. Die Faserstoff-Werke waren in der DDR eine Reparaturstelle für Panzer und Lkw.
(Quelle: WIKI)
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(Usedom)
Das Kraftwerk Peenemünde ist ein stillgelegtes Kohlekraftwerk auf der Insel Usedom. Es wurde Anfang der 1940er Jahre zur Energieversorgung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde errichtet und war bis 1990 in Betrieb. Durch die Nähe zum Peenestrom konnte eine effiziente Kohlezufuhr direkt von den im Hafen liegenden Schiffen erreicht werden. Zur Bekohlungsanlage gehört eine als genietete Stahlkonstruktion von MAN errichtete 200 m lange Kranbahn unterhalb der sich das Brecherhaus zur Zerkleinerung der Kohle befand. Vom Brecherhaus wurde die Kohle mit Förderbändern in einem Schrägaufzug zu den Kohlebunkern befördert. Das Kraftwerksgebäude ist ein typischer Industriebau der Architektur im Nationalsozialismus.
Das als Baudenkmal ausgewiesene Kraftwerk ist mit seinen Förderanlagen fast vollständig erhalten und das größte Industriedenkmal in Mecklenburg-Vorpommern. Die Anlage wird heute vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde als Teil der "Peenemünde-Erinnerungslandschaft" mit Ausstellungen zu NS-Rüstung und DDR-Industrie genutzt.
(Quelle: WIKI)
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13 | ehemaliges KWO Berlin |
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heute ein Gebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) - Campus Wilhelminenhof | |
Berlin-Köpenick | |
(2005 | digital) |
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16 | Südgelände |
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alter Schwerkleinwagen (SKL) - schienengebundenes Baufahrzeug, auch Rottenkraftwagen genannt | die Fahrzeuge der Bauart "Schöneweide" wurden von der Deutschen Reichsbahn (DR) ab 1957 in Dienst gestellt | |
Berlin-Schöneberg | |
(2006 | digital) |
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21 | Südgelände |
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hinten Adam Opel AG: Das Werksgelände wurde 1918 nach einem Jahr Bauzeit eröffnet. Der Schornstein war Teil der Hauptwerkstatt für Opel-Kraftwagen und Montage von Lizenz-Flugmotoren für den Krieg, heute ebenfalls unter Denkmalschutz. | |
Berlin-Schöneberg | |
(2006 | digital) |
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22 | Stralau |
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das Alte Werkstattgebäude des Glaswerkes Stralau: Flaschenbier war der neue Trend, als 1890 die Stralauer Flaschenfabrik ihren Betrieb aufnahm | |
Industriedenkmal, vor einigen Jahren noch ein "Lost Place", jetzt Wohnhaus | |
Berlin-Stralau | |
(2002 | analog) |
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23 | Stralau |
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Palmkernölspeicher | |
Industriedenkmal (erb. 1883–1885): wurde sowohl als Fabrik als auch als Speicher genutzt, stand zuletzt viele Jahre leer; heute ein Mehrfamilienhaus mit Lofts, Ateliers und Maisonetten | |
Berlin-Stralau | |
(2013 | digital) |
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24 | Eisenbahnfähre Fürstenberg/Havel |
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Fährbetrieb: 1934 bis 1993 | |
Der durch den Tiefgang der Fähre bedingte Höhenunterschied wurde durch die Landungsbrücken ausgeglichen, die an Scharnieren gelagert wurden. | |
Fürstenberg/Havel | |
(2014 | digital) |
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25 | Eisenbahnfähre Fürstenberg/Havel |
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Bis 1950 bildete die Havel in diesem Bereich die Grenze zwischen dem mecklenburgischen Fürstenberg (südlicher Anleger) und der brandenburgischen Gemeinde Ravensbrück (nördlicher Anleger). | |
Fürstenberg/Havel | |
(2014 | digital) |
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26 | Eisenbahnfähre Fürstenberg/Havel |
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Die Eisenbahnfähre hat eine Pontonform. Die Länge beträgt 34,18 Meter und die Breite 5,18 Meter, die Tragfähigkeit soll 170 Tonnen betragen haben. | |
Fürstenberg/Havel | |
(2014 | digital) |
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27 | Eisenbahnfähre Fürstenberg/Havel |
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Die Fähre hatte einen Dieselmotor mit etwa 30 PS. | |
Fürstenberg/Havel | |
(2014 | digital) |
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28 | Kraftwerk Peenemünde |
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Industriekoloss mit Doppelgeschichte | |
errichtet 1940 - 1942: als "Kraftwerk West" der Heeresversuchsanstalt Peenemünde (V2-Raketenproduktion); 1950–1990: Kohlekraftwerk für die Region | |
Usedom | |
(2025 | digital) |
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29 | Kraftwerk Peenemünde |
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Im Kesselhaus befanden sich vier Babcock-Dampfkessel mit Wanderrostfeuerung. | |
Usedom | |
(2025 | digital) |
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30 | Kraftwerk Peenemünde |
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Die Dampfturbinen im Maschinenhaus hatten eine Gesamtleistung von 30 Megawatt. | |
Usedom | |
(2025 | digital) |
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31 | Kraftwerk Peenemünde |
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Zu jedem Kessel gehörte ein Kohlebunker für 200 Tonnen Steinkohle. | |
Usedom | |
(2025 | digital) |
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32 | Kraftwerk Peenemünde |
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Das erwärmte Kühlwasser wurde in den Hafen zurückgeleitet, wodurch die Hafeneinfahrt im Winter eisfrei gehalten werden konnte. Ein großer Teil der Abwärme wurde zum Betrieb eines Fernwärmesystems für das Versuchsserienwerk Peenemünde genutzt. | |
Usedom | |
(2025 | digital) |
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33 | Kraftwerk Peenemünde |
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Das Gebäude mit unregelmäßigem Grundriss wurde auf Stahlbetonpfählen als dreieinhalbgeschossiger Stahlbetonskelettbau errichtet und anschließend verklinkert. | |
Usedom | |
(2025 | digital) |